Demenzrisiko verdreifacht mit Diabetes und Depression: Studie
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Demenzrisiko verdreifacht mit Diabetes und Depression: Studie

In der Vergangenheit hat die Forschung gezeigt, dass die Entwicklung von Demenz im späteren Leben mit Typ-2-Diabetes bzw. Depression zusammenhängt. Eine neue Studie hat jedoch erstmals gezeigt, dass das Risiko, an Demenz zu erkranken, noch höher ist, wenn ein Patient sowohl für Typ-2-Diabetes als auch für Depressionen prädisponiert ist.

Die Studie untersuchte 3.458 Patienten im Alter von über 50 Jahren zu zehn Jahren. Die Patienten wurden aufgrund von Prädiabetes, Diabetes oder Depression in sechs Gruppen eingeteilt. Die Ergebnisse bestätigten die früher geglaubte Vorstellung, dass Diabetes und Depression individuell mit der Entwicklung von Demenz in Verbindung gebracht werden. Sie zeigten auch, dass sich das Risiko einer kognitiven Entwicklung verdreifachte, wenn bei einem Patienten sowohl Diabetes als auch Depression auftraten.

Dr. Kimberley Smith von der University of Surrey, der die Studie leitete, sagte: "Es gibt eine Menge Beweise dafür, dass das gleichzeitige Auftreten von Depressionen und Diabetes mit der Entwicklung von ernsthaften Diabeteskomplikationen wie Demenz zusammenhängt. Unsere Arbeit erweitert dies, indem sie auch zeigt, dass Prädiabetes und Depression mit einem größeren Risiko für die Entwicklung von Demenz verbunden sein können. Obwohl diese Ergebnisse auf einer relativ kleinen Anzahl von Menschen basieren, sind sie ein weiterer Beleg dafür, dass die Bedeutung einer schlechten psychischen Gesundheit bei Menschen mit Prädiabetes und Diabetes in Betracht gezogen wird. Diese vorläufigen Ergebnisse werden in unserer zukünftigen Arbeit untersucht werden, so dass wir herausfinden können, warum diese Assoziation existieren könnte. "

Psychische Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes-Patienten noch wichtiger

Dr. Elizabeth Robertson, Forschungsleiterin bei Diabetes UK, sagte: "Es gibt immer mehr Beweise, die Diabetes und hohe Blutzuckerwerte mit Demenz in Verbindung bringen. Diese neuen Ergebnisse deuten auf eine frühere Korrelation mit Menschen mit einem hohen Risiko für Typ-2-Diabetes hin, die ebenfalls eine Depression haben. Es bedarf nun weiterer Forschung, um zu verstehen, warum diese mögliche Verbindung bestehen könnte und was getan werden könnte, um das Demenzrisiko bei möglichst vielen Menschen zu reduzieren. Es gibt Schritte, die Menschen ergreifen können, um ihr Risiko von Typ-2-Diabetes und Demenz zu reduzieren. Dazu gehören ein gesundes Gewicht, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die Einschränkung des Alkoholkonsums, das Vermeiden des Rauchens, die Kontrolle des Blutdrucks und regelmäßiges Sporttreiben. "

Aus der Forschung geht hervor, wie wichtig es ist, sich der psychischen Gesundheit bewusst zu sein Suche nach der geeigneten Behandlung, wenn nötig, insbesondere wenn Sie an Diabetes Typ 2 oder Prädiabetes leiden. Es weist auch auf die Notwendigkeit regelmäßigerer psychischer Gesundheitsuntersuchungen von Ärzten bei Patienten mit Diabetes hin. Für Patienten, die anfällig für Diabetes sind, wird die Aufrechterhaltung einer gesunden Lebensweise und die Vermeidung der bekannten Auslöser und Risikofaktoren für die Erkrankung angesichts dieser Ergebnisse noch wichtiger.

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